Geburtsbericht nie wieder im Spital

Geburtsbericht – Wieso ich nie wieder im Spital gebären möchte.

Geburtsbericht von Rahel Kappes (Geburt von Sohn Elijah / 23. Juni 2016)

Es war meine erste Schwangerschaft. Ich hatte keine Ahnung von all den Themen, mit denen ich mich heute beschäftige. Auch über alternative Geburtsorte wusste ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel und so gebar ich mein Kind im Spital. Diese Erfahrung möchte ich mit euch teilen, um so vielleicht einigen werdenden Müttern einen Denkanstoss zu geben, sich bereits frühzeitig in der Schwangerschaft mit diesem wichtigen Thema zu beschäftigen.

Überfälliger Geburtstermin

Der errechnete Geburtstermin war bereits zehn Tage überfällig. Ich ging zur Untersuchung ins Spital und die Ärzte erklärten mir, dass sie die Geburt nun einleiten müssen, da ansonsten Komplikationen auftreten könnten. Gutgläubig (und rückblickend würde ich es auch als ein wenig naiv bezeichnen) wie ich war, vertraute ich den Ärzten blind. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, dass diese Anweisung nicht gut oder gar falsch hätte sein können und mein Baby einfach noch nicht ganz bereit war, das Licht der Welt zu erblicken.

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Einleitung der Geburt

Ich musste alle drei Stunden eine Tablette schlucken, um so die Wehen anzuregen und die Geburt einzuleiten. Schon nach vier Stunden spürte ich, wie sich der Kopf in mein Becken schob. Mein Partner rief die Hebamme, welche die meiste Zeit nicht anwesend war. Als sie endlich kam erklärte sie uns, dass das alles nicht so schnell gehen würde und ich mich sicher noch ein paar Stunden gedulden müsse. Ich spürte aber deutlich, dass dem nicht so war und bat sie darum, doch bitte nachzuschauen, was sie dann auch tat und sichtlich überrascht war, als sie merkte, dass ich Recht hatte. Plötzlich wurde sie hektisch und rief eine zweite Hebamme herbei, alles ging dann ganz schnell und nach kurzer Zeit war mein Baby schon geboren. Alles verlief problemlos bis auf die Tatsache, dass Elijah die Nabelschnur um den Hals gewickelt hatte, was aber nicht weiter schlimm war.

nach der geburt

Direkt nach der Geburt wurde mir mein Sohn weggenommen, die Ärzte wollten ihm Blut abnehmen, ihn kontrollieren und schauen ob alles gut ist. Die Blutentnahme klappte nicht auf Anhieb, ich musste dabei zusehen wie sie ihn mehrmals mit der Nadel in den Fersen piekten, ihn fest und flach auf den Wickeltisch zum Messen drückten und völlig routiniert und lieblos mit ihm umgingen. Ich fühlte mich so hilflos und gleichzeitig traute ich mich nicht, etwas zu sagen weil ich dachte, dies muss wohl so sein. Ich wollte mein Baby doch nur bei mir haben, ohne Ärzte und Krankenschwestern um mich herum, die uns störten. Alles fühlte sich so falsch an. Nach gefühlten zwei Stunden (in Wahrheit waren es aber nur ca. 30 Minuten) verliessen alle Hebammen den Raum. Ein befreiendes Gefühl, wir genossen die ersten Minuten als frisch gebackene Eltern und meine Gefühle, die ich für mein Kind spürte, waren so neu und unbeschreiblich. Nach kurzer Zeit kamen zwei Hebammen zurück ins Zimmer und ich merkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Auf meine Nachfrage ob denn alles gut ist gingen sie gar nicht gross ein und meinten nur beiläufig es sei alles in Ordnung.

Kurz darauf klopfte es an der Tür und die Oberärztin stand in unserem Zimmer. Sie erklärte uns, Elijah habe zu wenig Kohlenhydrate (?!) im Blut. Diesen Begriff kannte ich bisher nur im Zusammenhang mit Spaghetti und Schokolade, aber dass man das im Blut haben kann war mir neu. Erstaunt erkundigte ich mich, ob sie denn vielleicht Kohlendioxid meinte und sie überlegte kurz und stimmte mir dann zu. Deutsch war nicht ihre Muttersprache und sie beherrschte die Sprache wohl nur ansatzweise. Die Ärztin erläuterte uns in gebrochenem Deutsch das weitere Vorgehen, sie müssen unserem Baby nochmals Blut abnehmen und die Resultate dann auswerten. Sie piekten ihn nochmals und verliessen dann den Raum, wir waren endlich mit unserem Kind ungestört und alleine.

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die ersten stunden als frischgebackene mama

Im Spital war kein Zimmer frei, wir warteten nach der Geburt über vier Stunden im Kreissaal. Neben uns lag blutiges Besteck, die Geräte piepsten und surrten, wir hatten Durst. Die ersten Stunden als frisch gebackene Mama stellte ich mir irgendwie anders vor. Wir warteten und warteten, doch es machte den Anschein, als ob wir in diesem Raum vergessen wurden. Nach einer gefühlten Ewigkeit bekamen wir ein Zimmer mit einem richtigen Bett. Endlich konnten wir uns hinlegen und in einem einigermassen „schönen“ Raum die ersten Stunden mit unserem Schatz geniessen. Den Moment, als Elijah in meinen Armen lag und instinktiv nach meiner Brust suchte und zu trinken begann, vergesse ich nie. Es war einfach unbeschreiblich.

Dieser schöne Moment war leider nur von kurzer Dauer. Wenige Minuten später kam erneut eine Hebamme in unser Zimmer und erklärte uns, Elijah atme nicht richtig und er könne dies wohl nicht aus seiner eigenen Kraft, sie müsse ihn jetzt sofort mitnehmen. Nach meinem Gefühl war jedoch alles völlig in Ordnung, mein Kleiner war zufrieden auf meiner Brust und nichts machte den Anschein, als ob sein Wohlbefinden durch irgendetwas gestört war. Ich wollte mein Baby nicht nochmals hergeben und ich wehrte mich dagegen. Es war für mich sehr fraglich warum die Geburt so dringend eingeleitet wurde, um dann im Anschluss festzustellen, dass das Kind noch nicht ohne Unterstützung von alleine atmen kann.

Die Hebamme fühlte sich wohl machtlos und holte die Oberärztin zur Hilfe, beide redeten auf mich ein bis ich eingeschüchtert nachgab. Sie versicherten mir, dass ich in wenigen Minuten nach der Untersuchung dazu kommen darf und es nicht lange dauern wird. Die Zeit verging und die versprochenen wenigen Minuten waren längst viel zu viele geworden.

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mein baby auf der neonatologie

Wie lange es gedauert hat weiss ich nicht mehr, plötzlich kam die Hebamme wieder ins Zimmer und bat mich ihr zu folgen. Am Ende des Ganges blieben wir vor einer Tür mit der Aufschrift „Neonatologie“ stehen. Ich konnte nicht genau einordnen was mich nun erwarten würde, die Dame sagte lediglich trocken und ohne Empathie ich solle jetzt einfach nicht erschrecken. Wir traten ein und ich sah mein Baby in einem Plastikgehäuse angeschlossen an Kabel und Maschinen. Ich brach in Tränen aus und konnte mich nicht mehr beruhigen. Ich fühlte mich so hilflos und hatte ein schlechtes Gewissen, dass ich mein Baby aus meiner Obhut gegeben hatte und nun die Ärzte und Hebammen darüber bestimmen konnten, was das Beste für Elijah sein sollte. Flehend bat ich darum, meinen Kleinen mit nach Hause nehmen zu dürfen, doch sie erlaubten es mir nicht. Auch mein Freund wurde wütend und wollte eigenhändig die Kabel entfernen und unser Kind mit nach Hause nehmen. Er wurde sofort des Raumes verwiesen und aus Rücksicht den anderen Neugeborenen und Familien gegenüber verliess er den Raum.

Da lag unser kleiner Sonnenschein, gefesselt an Maschinen. Dieser Anblick und die Gewissheit darüber, dass ich die Zügel nicht mehr in der Hand hatte, brach mir das Herz. Tage- und Nächtelang blieb ich an seinem Bettchen auf der Neonatologie. Ab und zu erlaubten mir die Hebammen mein Baby zu mir zu nehmen, doch alles nur unter Aufsicht. Immer und immer wieder erklärten sie mir, dass es zum Wohl und für die Gesundheit des Kindes enorm wichtig wäre, ihn noch weiterhin zu überwachen mit all diesen Maschinen und Kabeln. Statt meiner Muttermilch bekam er Pulvermilch eingeflößt, da die Hebammen ohne mich überhaupt zu fragen behaupteten, ich hätte ja noch keine Muttermilch und zum Trinken sei er nicht in der Lage. Ich wurde wütend und konnte es nicht fassen, dass ich nie um mein Einverständnis gebeten wurde und meine Bedürfnisse als Mutter scheinbar absolut irrelevant waren.

Ich hörte noch nie etwas von ausstreichen, aber instinktiv begann ich damit und siehe da, es kam eine gelblich dicke Flüssigkeit und ich machte weiter, bis ich eine beachtliche Menge zusammen hatte. Die Hebamme war überrascht aber stimmte mir zu, dass dies für den Kleinen natürlich besser sei als Pulvermilch und dass ich das ab jetzt doch weiterhin so machen soll.

schlaflose nächte getrennt von meinem Kind

Nach wenigen Tagen musste ich mein Zimmer im Spital verlassen und trotz bitten und flehen durfte ich Elijah nicht mit nach Hause nehmen. Es kam mir vor wie in einem real gewordenen Alptraum. Hin- und hergerissen ob die Ärzte denn nun Recht hatten was seine Gesundheit anbelangt oder ob ich auf mein Bauchgefühl hören sollte ging ich ohne mein Baby nach Hause. Sein Wohlbefinden stand bei mir natürlich an oberster Stelle und am Ende gab ich aus Angst um seine Gesundheit nach. Ich war so verunsichert.

Ich hatte schlaflose Nächte und konnte es jeweils nicht erwarten, als ich frühmorgens zu Elijah ins Spital fahren konnte, um den ganzen Tag an seinem Bettchen zu sein. Alle drei Stunden pumpte ich meine Milch ab und nachts weinte ich, weil ich mein Baby so sehr vermisste.

Nach dem vierten Tag hielt ich es nicht mehr aus und ich bestand darauf, dass ich mein Kind jetzt nach Hause nehme, egal was die Ärzte oder Hebammen sagten. Sie hatten mein ewiges Flehen wohl ebenfalls satt und stimmten mir widerwillig zu. Sie wiesen mich ausdrücklich und mehrmals darauf hin, dass ich von nun an alle Risiken selber trage und eine Hebamme zwingend täglich bei uns vorbeikommen müsse, um nach dem Rechten zu schauen. Glücklicherweise fand ich eine Hebamme die bereit war, jeden Tag bei uns vorbeizukommen und ich war überglücklich, dass ich mein Baby nun mitnehmen durfte.

endlich zuhause angekommen

Wie vermutet ging alles gut und Elijah hatte keinerlei gesundheitlichen Probleme, konnte ohne weiteres Atmen auch ohne die Unterstützung von all den Maschinen. Als die freiberufliche Hebamme uns am Tag darauf zum ersten Mal Zuhause besuchte und ich ihr den Bericht des Spitals vorlegte war sie sichtlich irritiert. Sie erklärte mir, dass sie nicht ganz nachvollziehen kann, weshalb sie täglich bei uns vorbeikommen sollte, es sei doch alles völlig in Ordnung. Sie erachte die Besuche als nicht notwendig und ich könne sie einfach anrufen, wenn ich dies wünschte, jedoch sei mein Kind kerngesund und es gäbe nichts Aussergewöhnliches zu überwachen. Ich war also in meiner Vermutung bestärkt und erleichtert darüber, dass auch die Hebamme bereits beim ersten Besuch mein Baby als gesunden kleinen Jungen wahrnahm.

Ich war unendlich froh und erleichtert darüber, dass ich am Ende doch auf mein Bauchgefühl gehört hatte. Wir genossen die ersten Tage und Wochen Zuhause und es verlief alles wie es sein sollte. Mein Kleiner trank an meiner Brust als hätte er nie etwas anderes kennengelernt und ich war einfach nur überglücklich.

Nach diesen schlimmen Erlebnissen ist es für mich klar, dass ich nie wieder im Spital gebären möchte. Am liebsten wäre mir eine Hausgeburt in meinem vertrauten Umfeld. Habt ihr Erfahrungen mit alternativen Geburtsorten? Wie habt ihr eure Geburt erlebt?

5 Kommentare zu “Geburtsbericht – Wieso ich nie wieder im Spital gebären möchte.”
    Johanna

    Liebe Rahel
    Mein Herz weint mit dir beim Lesen deiner Erlebnisse.
    Vieles erinnert mich an die Geburt meines ersten Kindes. Und das obwohl wir eine ganz „normale“, natürliche Geburt hatten. Zugänge legen, Wehen fördernde sowie Wehen hemmende Medikamente, usw. alles ohne unser Einverständnis. Wo bleibt das Vertrauen in die Natur?
    Meinen zweiten Sohn gebar ich ebenfalls im Spital. Nur liess ich nicht mehr alles mit mir machen. Da wir auch sehr spät eintrafen, konnten wir sogar den Zugang weglassen und der Junge kam wunderbar gesund und natürlich zur Welt.
    Auch in der dritten Schwangerschaft machte ich mir viele Gedanken über die Geburt. Auch wenn die letzte Geburt schön war, so finde ich es trotzdem unmöglich, sich unter starken Wehen noch gegen Ärzte oder Hebammen durchsetzen zu müssen. Haben wir nicht das Recht, uns „nur“ auf die Geburt und unseren Körper konzentrieren und darauf vertrauen zu dürfen? So erblickte meine Tochter zu Hause das Licht der Welt. Es war absolut perfekt!!! Ich kann es nicht in Worte fassen.
    Das Wochenbett hat mich ebenfalls tief berührt. Die Hebamme war jederzeit unglaublich liebevoll. Das schlafende Mädchen wurde zum Beispiel nicht geweckt, um es (wie im Krankenhaus) auszuziehen und frierend und schreiend auf die Wiege zu legen. Die Hebamme hatte Zeit und unterstützte mich darin, auf meinen Körper und meine Gefühle zu achten.
    Die Hausgeburt war für uns absolutes Glück. Aber ich verstehe, dass nicht jede Frau zu Hause gebären kann und soll. Es kommt natürlich auf die Umstände drauf an. Auch die Hebamme wird kein Risiko auf sich nehmen.
    Meine Empfehlung an jede Frau: höre auf dein Bauchgefühl!
    Ich wünsche dir ebenfalls vollkommene Momente und grüsse dich herzlich!

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    Sabrina

    Mein Herz weint gerade mit wenn ich das lese... leider kann ich deine Erfahrungen so sehr nachfühlen!
    Auch wir hatten unsere Startschwierigkeiten, sodass mein kleiner Liebling nach langer Wehenphase und letzendlich Kaiserschnitt sofort auf der Neugeborenenintensiv landete. Sauerstoffsättigung war zu niedrig, etc...
    Gesehen habe ich ihn einen einzigen Augenblick, bevor er weg gebracht wurde, gehalten habe ich ihn gar nicht.
    Bis ich zu ihm durfte vergingen zwei Stunden... (die längsten meines Lebens).
    Auf Intensiv wurde ich dann so sehr missverstanden und unter Druck gesetzt... und als junge Mutter will man ja nur das Beste für sein Baby.
    Von zufüttern bis getrennte Nächte, miesen Kinderkrankenschwestern uvm, haben wir alles erlebt.
    Trotzdem würde ich immer wieder im Klinikum entbinden.
    Alles andere wäre für mich zu unsicher, falls es doch wieder Komplikationen gibt.
    Nur das ich nicht mehr alles mitmachen und geschehen lassen würde. Vieles würde ich einfach verhindern, darin bin ich durch diese Erfahrung stärker geworden.

    Zuhause hat dann das Stillen (wir haben die selben Lügen erzählt bekommen wie du) wunderbar geklappt, wir haben nie wieder (!) Pulvermilch gefüttert.
    Heute noch genießen wir die Zweisamkeit beim Stillen, mit nun 16 Monaten.

    Danke für deinen Mut, deine Erfahrungen so detailliert zu beschreiben!
    Viele liebe Grüße

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    Karin

    Liebe Rahel deine Geschichte spricht mir aus dem Herzen. Nur war ich bei der Geburt meines Sohnes froh (er wollte am errechneten Termin noch nichts von einer Geburt wissen) in einem Spital mit OP-Saal zu sein. Bei uns wurde aufgrund knappem Fruchtwasser auch die Einleitung empfohlen. Als unser kleiner dann nach ca. 2 Stunden einen riesen Stress hatte und die Herztöne abfielen stellten uns die Hebammen und Ärzte die Frage, ob wir noch zuwarten möchten und eine natürliche Geburt anstreben wollen (was mir ja das Liebste und Normalste war) oder ob sie alles für einen Kaiserschnitt vorbereiten sollen. Weil es Weihnachten war und jederzeit ein Notfall hätte dazwischen kommen können, entschieden wir uns für den Kaiserschnitt, was die beste Entscheidung meines Lebens war! Mein Sohn wäre sonst behindert oder gar tod zur Welt gekommen, weil eine natürliche Geburt gar nie möglich war. Mein Sohn lag derart mit dem Kopf überstreckt (was im Ultraschall zu keinem Zeitpunkt ersichtlich war), dass es bei einer natürlichen Geburt böse hätte enden können. Wenn ich mich an meine Geburt zurück erinnere, habe ich viele Gefühlsähnlichkeiten mit dir, denn, mir kam es auch eine unendliche Ewigkeit vor, bis ich meinen Süssen in den Armen halten konnte. Wie mein Mann (er war bei den ganzen Untersuchungen dabei) mir nachher berichtet hat, war dies nicht so lang wie von mir empfunden. Die Untersuchungen waren nötig, da unser Kleiner am Anfang auch schlecht geatmet hat. Wären wir in einem Geburtshaus oder hätten sogar eine Heimgeburt in Erwägung gezogen, wäre ich jetzt wohl nicht stolze Mama. Ich denke, es ist sicherlich sinnvoll, wenn sich jede werdende Mutter in der Schwangerschaft schon Gedanken macht und auch die möglichen Komplikationen beachtet (die natürlich nicht eintreten werden!). Ganz herzliche Grüsse!

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    Susanne

    Hallo, ich verstehe die Sorge und das Gefühl dass etwas nicht so läuft wie es soll, aber ich kann nur sagen, wäre mein kleiner nicht in einem Krankenhaus mit angeschlossener Neointensiv geboren wäre er mit Glück Schwerstbehindert oder Tod. Wir hatten eine schwere Asphyxie unter der Geburt deren Dramaturgie anhand der Werte nicht erkannt werden konnten. Wäre er nicht sofort beatmet und runtertemperiert (72 Std.) worden, hätten seine Organe schwere Schäden genommen. Ich habe mir die Stunden/ Tage und Wochen nach der Geburt natürlich auch ganz anders vorgestellt, aber lieber habe ich einen bescheidenen Start und ein gesundes Kind als eine super tolle entspannte Geburt und im Notfall die entscheidenen Minuten verloren. Es muss jeder für sich selbst entscheiden aber aus meiner Erfahrung niemals ohne Kinderklinik. Ps. Die Geburt dauerte nicht lange und nichts deutete darauf hin das es so eskalieren würde. Er hatte zwar einen hohen Puls aber nicht alarmierend hoch. Ich bin glücklich, dass man sich so schnell und liebevoll um meinen Engel kümmern konnte. Wie haben jetzt noch ein Lebenlangzeit zum kuscheln :) liebe Grüße Susanne

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    Jana

    Ich hab mich grad gefühlt, als ob ich meine eigene Geschichte lesen würde.. ich musste sogar ein paar Tränen verdrücke .. bei uns war fast alles genau gleich... nur ohne Einleitung, meine Tochter gebar ich im Geburtshaus und ich durfte sie mit nach Hause nehmen als ich nach Hause musste :) ich würde auch nie niemals im Spital gebären.. aber wie du siehst: auch eine Geburt ausserhalb des Spitals kann nicht gewärleisten, dass du diese Geschichte nicht doch mitmachen musst... meine Tochter wurde mit Krankenwagen und Blaulicht ins Spital gefahren - ich durfte nicht mit dabei sein... und schlussendlich war alles i.o... viel TamTam um nichts.. glücklicherweise kommte ich trotz Geburt im Geburtshaus das Wochenbett im Spital verbringen. Sonst wär ich von Anfang an ganz von meiner Tochter getrennt gewesen.. Auch ihr haben Sie PuMi eingelöst obwohl ich mich sehr dagegen gewehrt habe...
    Ich fühle so seehr mit dir!
    Das nächste Jindchen wird, wenn nichts dagegen spricht, zu Hause auf die Welt kommen :)

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